Königs Wusterhausen gehörte vor 20
Jahren mit zu den Gründern des MAWV,
der in der Stadt zudem seinen Sitz hat.
Heute ist der Verband fast im gesamten
Landkreis LDS tätig.
Schöne blaue Donau
Mit Peter Sczepanski hat der Verband seit
Anfang 2014 einen Vorsteher mit
internationaler Erfahrung. Der
gebürtige Nordbrandenburger, der in der
Region wohnt, war als studierter
Wasserbauer Technischer Direktor der
Budapester Kanalisation. Damit war er
dafür verantwortlich, dass die Abwässer
aus fast zwei Millionen Haushalten und
Industriebetrieben so gesäubert wurden,
dass sie problemlos in die Donau
eingeleitet werden konnten. Zuvor war er
in verantwortlicher Position bei den
Berliner Wasserbetrieben tätig.
Trinkwasserqualität stimmt wieder
Mitte Oktober 2014 musste für große Teile
von Königs Wusterhausen ein
Abkochgebot für den Verzehr von
Trinkwasser erlassen werden. Schritt für
Schritt konnte es eingeschränkt und Mitte
November vollständig aufgehoben werden.
Damit zeigten die umfangreichen Arbeiten
des MAWV und seiner
Betriebsgesellschaft DNWAB Erfolg. Dazu
gehörten beispielsweise enge Beprobungen
zur Eingrenzung der
Verunreinigungsquelle und die
Anwendung eines speziellen Luft-Wasser-
Verfahrens zur Rohrspülung. „Die
Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität
ist höchstwahrscheinlich auf Umweltkeime
zurückzuführen“, so Peter Sczepanski. Zu
den wichtigen Investitionen 2015 gehören
Erneuerungsarbeiten an der Steuerung und
den Elektroanlagen des Wasserwerks
sowie ein neuer Brunnen. In den Straßen
Am Güterbahnhof, Jahnstraße, Kiefernweg
und Wernsdorfer Straße werden
Trinkwasserrohre ausgewechselt. In
Zernsdorf wird am Wustrowweg ein neuer
Kanal gebaut.
Bescheide für Altanschließer
In der schon lange schwelenden Frage der
Beiträge für Altanschließer ist der MAWV
durch den Gesetzgeber in eine Zwangslage
gekommen. „Bisher hatte der Verband den
Bürgern zugesichert, die Bearbeitung von
Widersprüchen bis zu einer Entscheidung
des Oberverwaltungsgerichts Berlin-
Brandenburg auszusetzen. Mit der
Neufassung des
Kommunalabgabengesetzes hat sich die
Rechtslage geändert. Der MAWV hat keine
Wahlmöglichkeit und muss die Beiträge
von Altanschließern bis Ende 2015
einfordern“, erläutert der stellvertretende
Verbandsvorsteher Otto Ripplinger. Es gibt
aber auch eine erfreuliche Nachricht: „Wir
legen großen Wert darauf, dass die
Beiträge stabil bleiben“, versichert Peter
Sczepanski.
20 Jahre MAWV |
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